Hier finden sich - ähnlich einem BLOG - Informationen über Raro, die übrigens nicht im Buch stehen! 


Raros neue Gefährten

Raro y sus nuevos compañeros

Una finca debe tener perros! Ahi Goofy, el perro de Abi, una gineta y Odín, un Akita, que tiene más personas de referencía: Abi, Javi y nosotros. Vinó de Galicía y está crescendo ya. El caballo a derecha en la cuadro es Cristal, una yegua de nuestros amigos, de quien Raro está enamorado!

Es gibt endlich wieder einen Hund auf der Finca, ohne geht ´s ja doch nicht! Abi und Javi, die Reiterfreunde, brachten ihn von Freunden aus Galizien mit: ein Akita americano mit dem gewaltigen Namen Odín, fast drei Monate alt, ein richtiger Kuschel-Bär! Hier im Bild rechts unten mit dem erfahreneren Kollegen Goofy von Reiterfreunden. Raro aber interessiert sich mehr für die Stute Cristal von unseren Einstellern.


Was tut Raro bei Feuergefahr?

Neulich Schreck zur Siesta-Zeit: Brand auf dem brachliegenden Grundstück bei uns gegenüber (Foto1). Normalerweise fühlen wir uns bei Levante - dem feuchten Wind vom Meer her - sicher. Zum Glück kam das Feuer nicht über die Straße dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr.

Aber das weiß man vorher nicht. Raro war ja außerhalb des Stallbereichs an seinem Futterplatz im Schatten, beobachtete die doch hoch aufschießenden Flammen jenseits unserer Mauer mit erhobenem Kopf, stieß ein lautes Warnwiehern aus - und dann ging er von allein auf den benachbarten Picadero, den Reitplatz (Foto 2), der nur aus Sand und bewässertem Grün rundherum besteht, also um den das Feuer einen Bogen macht.

Raro zieht seine Folgerungen bei Rauchwolken

Und das weiß er seit unserem großen Fincabrand von 2001 (einen Tag vor Nine eleven): Damals brannte es bei Poniente in unserem ganzen Tal, das Feuer schoss auch über unsere Finca (s. letztes Foto unten, die Pferdeweide nach dem großen Brand) und die Feuerwehr half, unsere Pferde Amigo und Raro auf den Picadero zu bringen. Dort erhielten sie Heu und und waren erstmal ruhig gestellt.

Danach begaben sich unsere Pferde immer von alleine auf den Picadero, wenn in der Nähe beißender Rauch aufsteigt, zum Beispiel auch, wenn der Nachbar (Foto Nr. 3) Baumschnitt verbrennt und der Wind ungünstig steht.

Soll noch einmal einer sagen, Pferde könnten keine logischen Schlüsse ziehen!


Peligro de fuego en el verano - en este momento Raro sabe a venir directamente al picadero con mucha arena, prorque aprendólo del primer gran fuego en nuestro valle en 2001. 


Ratschläge von guten Reiterfreunden


Nach dem Tod von Pony Sascha waren wir sehr besorgt, wie Raro dies verkraften würde. Er sah mich ja weggehen mit Sascha zur Pferdeklinik oberhalb unserers Tales und ohne sie zurückkehren. Erst am zweiten Tag beim Einstallen rief er sie mehrere Male, aber sie kam natürlich nicht.

Zum Glück haben wir ja zur Zeit Einstellpferde, mit dabei ist die weiße Stute "Arlequina". Raro, der ja heterosexuell ist, hatte immer schon eine Schwäche für weiße Stuten, und so steht er, der ja frei herumgehen kann, fast ständig bei ihr vor ihrer Box.  Wird sie vom Besitzer zum Training und Reiten herausgeholt, dann ist sein Geschrei groß und er läuft hinter ihr her - eine kurze Strecke zugegeben,bis er wieder im Schatten stehen bleibt und sich verschnauft. Seltsamerweise geht er aber nicht allein auf seine bekannten Wiesen rundherum, und so machte ich mir Sorgen, dass er sich zu wenig bewege, auch in seinem Alter von inzwischen 32 (!) Pferdejahren.

Was ist gut für ein Pferd mit 32 Jahren?

Mein Mann meinte zwar, er sehe doch ganz zufrieden und glücklich aus. Aber ich war unsicher und fragte erst einmal bei Freundin Sabine Kranich von der Algarve nach, die auf ihrer Quinta alle möglichen Tiere beherbergt und die Erfahrung auch mit dem Leben mit alten Pferden hat. Sie riet mir folgendes: 

"Ich würde ihn mal lassen. Meine haben sich zum Schluss vor den Stall zum Mittagsschlaf gelegt und sind manchmal nur zum Stall raus, davor abhängen. Alte Pferde müssen sich ja auch nicht immer bewegen müssen. Finde ich. Genießen reicht auch."

Oben: Ein Hoch auf unsere Reiterfreunde und ihre guten Ratschläge aus langer Erfahrung mit Pferden! Links Sabine Kranich von der Quinta da Fortuna in Moncarapacho, rechts Roland Marx auf Raro.

Aber ich wollte auf Nummer sicher gehen, "you can´t overcomunicate" heißt doch ein Satz von Profis. Und so rief ich Roland Marx an in seinem Stall in Vehrte bei Osnabrück, von dem wir Raro erwarben, der ihn für mich aus Ungarn holte und der - ein echter Horseman, überdie Grenzen hinaus bekannt - ihn gut kennt. Sein O-Ton: "Pferde wissen im allgemeinen sehr genau, was sie brauchen, besonders Raro, der intelligent ist. Wenn Du ihn, auch gutmeinend, mit "Gewalt" auf die Wiese führen und allein dort hinstellen willst, dann machst Du ihm nur Stress! Der weiß, was für ihn gut ist."

Ja,  so war ich endlich beruhigt. Es läuft also alles darauf hinaus: LASS IHN MACHEN, WAS ER WILL!


Consejos de buenos amigos

Tenia un poco miedo porque Raro no se mueve mucho despues el muerto de su pony Sacha. El prefiere estar en el patio de los caballos muy cerca de la yegua "Arlequina", de que se ha enamorado. No quiere ir a sus praderas acustumbradas. Pensaba que un caballo viejo tiene que moverse más.

Pero mis amigos Sabina de Algarve y Roland en Alemania (fotos arriba), los dos con muchas experiencias con caballos, también caballos viejos, me consejan casi identicamente: "¡Dejalo - Raro es inteligente y los caballos saben muy bien que necesitan para estar bien!"


Nachruf auf ein Pony

Pony Sacha falleció despues un cólico. Perdemos una querida personalidad de la finca.

Pony Sascha sah ich zum ersten Mal auf dem Nachbarsgrundstück, zusammen mit vier Großpferden von unseren einheimischen Freunden. Als tatsächlich "fünftes Rad am Wagen" ging es ihr ein bisschen so wie dem Pony in der Amazon-Werbung! Und dann hörte ich eines Nachts Pferdegetrappel, schreckte hoch aus meinem Bett, dachte, ich hätte wohl eine Stalltür offen gelassen und eines unserer Pferde streife herum. Ich schlich mich raus und sah was kleines Hell-Weißes - die lange Mähne von Pony Sascha, die plötzlich über unsere Finca spazierte, bei meinem Erscheinen aber schnell durch ein Loch im Zaun wieder auf das Nachbargrundstück huschte. Das tat sie noch eine zweite Nacht - nicht doof, da bei uns noch viel mehr Gras zu fressen war.

Sascha gehörte erst dem Sohn unseres Nachbarn, beziehungsweise dessen Kind. Doch Kinder wachsen schnell aus dem Ponyreitalter heraus und so gaben sie es einer Familie bei Ronda. Als unsere Nachbarn aber mal dort vorbeikamen, sahen sie, wie dessen Kinder das Pony schlugen! Sie holten es sofort von dort wieder weg und auf ihr beschriebenes Grundstück. 

Lebensgefährtin von Raro

Als Raro wieder einmal - in seinem Alter passiert ihm das öfters - einen oder besser eine Gefährtin verlor (steht alles genauer im Buch), kamen wir schnell mit dem Nachbarsohn überein, Sascha zu uns herüber zu holen. Die war aber eigentlich die Dominantere - Kleinheit hin oder her: Sascha bestimmte, wohin gegangen wurde zum Fressen, wann in den Stall - und Raro immer brav hinterher!

Leider war sie nicht so robust wie Raro, das ungarische Steppenpferd: Shetlandponys sind eine Rasse des Nordens, kommen im Süden eigentlich nicht so gut klar. Sie leiden beispielsweise oft unter Ekzemen, das war bei Sascha auch so, bis ich dies einigermaßen im Griff hatte durch eine Heilsalbe unseres Hufschmieds. Schon vorher hatte sie, auch nicht mehr die jüngste, ein Augenlicht durch Grauen Star, verloren. Drei Backenzähne fehlten ihr mittlerweile auch. Und Koliken hatte sie bereits öfters, die wir aber auch alle behandeln konnten.

Das dachten wir auch kürzlich von der letzten Kolik. Unsere Tierärztin überwies sie am zweiten Tag nach ihrer Behandlung aber sogleich in die renommierte Pferdeklinik, unser drittnächster Nachbar, nachdem Sascha immer noch nichts fressen wollte. Nun wurde Magen ausgepumpt, sie an den Infusionstropf gehängt, aber ihr Pulsschlag war gefährlich hoch, im Ultraschall sah es bereits nach Darmverschlingung aus. Nachts dann der Anruf der Tierärztin, die mit ihr noch einen der notwendigen Spaziergänge zum Lösen des Darmpropfes machte, dass sie dabei einfach umkippte und sofort tot war. Sie musste nicht leiden.

Pony Sascha starb in der Nacht vom 23. auf 24. Mai 2017.

Es tut weh, so eine liebe Persönlichkeit der Finca zu verlieren. Unser Trost, dass wir ihr in den fünf Jahren bei uns ein schönes Leben in Freiheit auf den üppigen Wiesen und zusammen mit Raro bereiten konnten. Raro ist noch ohne Panik, da am Stall noch zwei weitere Kameraden durch Vermittlung der Klinik stehen, die ihre Lahmheit ausheilen. 

Wir müssen leider am Campo notgedrungen mit dem Tod leben und lernen, dass er zum Leben gehört.


Besuch bei Reiterfreunden

Visita en los ranchos de amigos alemanes

Mal wieder in Nordeutschland gewesen und "alte", sprich langjährige Reiterfreunde besucht:

  • in Osnabrück am Stall von Marx: von dort kommen unsere Pferde Amigo und Raro, dort lernten wir alle zusammen die ersten Reiter-Schritte! (Das erste Foto oben ist aktuell von dort, weil mir links der Haflinger mit seiner Farbe so gut gefiel!)
  • In Ostfriesland bei Müllers: Wir wurden dort Nachbarn, sie waren unsere Heulieferanten und ersten Ansprechpartner für Pferdeprobleme. Das Foto unten zeigt die Stutenherde mit den gerade erst geborenen Fohlen und der noch tragenden Stute links.
  • Nicht zu vergessen Tierarzt Joachim Gaede mit seiner Frau Bärbel.
Alle wurden richtig gute Freunde, die uns auch in Andalusien besuchen, um zu sehen, ob es uns und unseren Pferden gut geht!

Estuvimos en Alemania del Norte, visitando muy buenos amigos con caballos - todos en relaciones a nosotros y a nuestros caballos en los años pasados. !También los amigos hacen visitas a Andaluçía para controlar el bienestar de nuestros caballos - y de nosotros, claro!

Fotos - arriba: en la finca de caballos cerca Osnabrueck, el "fuente" de nuestros caballos: Ahi Raro y yo tuvimos nuestros primeros ejerjicios.

Abajo: Rebaño de yeguas con sus potros en la hazienda de nuestros amigos en Frisia del Este.



Raro und die Fliegen

Lucha de Raro contra las moscas

Lästige Fliegen und Mücken wollen wir alle nicht, die Pferde ebenso nicht! Bei ihnen kommt noch hinzu, dass sie - und das ist seit Cäsars Aufzeichnungen bekannt - schnell eine üble Augenentzündung bekommen können, weil die Plagegeister ihre Eier in den Augenwinkeln ablegen. Das kann bei Nichtbehandlung bis zur Erblindung führen. Ich behandele bei Auftreten solcher Erscheinungen Raro und Sascha gleich mit homöopathischen Augentropfen (Oculoheel etwa) oder auch mit physiologischer Kochsalzlösung. 

Besser aber ist allemal vorbeugen mit eben netzartigen Masken (Bild 1 unten) oder mit Halftern, an denen Fransen (Bild 2 unten mit seinem langjährigen Kameraden AMIGO, rechts) angebracht sind. Raro weiß längst, dass ihm dies gut tut und so schlüpft er schon ungeduldig fast von alleine da rein, wenn ich damit ankomme! Ein intelligentes Kerlchen eben!

A Raro se gusta mucho su máscara contra moscas - es como gafas de sol. Vino primero de Estados Unidos sobre nuestro veterinario en Alemania, Dr. Buecheler, ahora la tienda "Galoppade" en Baviera me lo manda.

Para el resto de su cuerpo usamos un aceite del arbol Nie, un consejo de Finca Siesta en Estepona.  Pero antes probamos muchas cosas del ajo hasta quimica - pero no ayudaban.

!El Pony no se gusta el spray, pero tiene un piel más gordo!


El único método que ayuda contra moscas son mascaras de redes o con flechas. Son importantes para los caballos para evadir inflamaciones en los ojos.  Pueden provocar ceguera si no trate con gotas por ejemplo. También César escribió esas dolencías de sus caballos.


Der kommunikative Raro

El Raro solidario


Wenn Reiter vorbei kommen, dann begrüßt Raro sie mit einem lauten Wiehern.

Raro esta saludando Caballos del vesino con sus ginetes!


Feigenernte! - ¡Cosecha de higos!

Hat sich schnell herum gesprochen bei unseren Pferden! Erster Gang von Pony Sascha nach dem Frühstück: Nachspeise durch herunter gefallene Feigen vom Baum. Raro folgt auf dem Fuße, seinem Alter entsprechend etwas gemächlicher.

Se gustan los higos - caido en el suelo. !Un buen postre para Sascha y Raro! 


Hufschmied Klaus war wieder da!

Dia del herrador en nuestra finca!


Stallkühlung für unsere Pferde

Es ist wieder heiß geworden! Und so passiert jeden Sommer folgendes: Spätestens um 13.00 Uhr machen sich Raro und Sascha auf in ihre Boxen!

Raro und Sacha sind wahrscheinlich die verwöhntesten Pferde Andalusiens inzwischen, weil ihr Herrchen ihnen eine einmalige Stallkühlung einbaute. In ihren Boxen, die sowieso schon sehr schön, geräumig,und mit Meeresblick versehen sind,herrscht nämlich eine angenehm niedrige – nicht zu niedrige Raumtemperatur.

Sie wird erzeugt nicht etwa durch störende Luftgebläse, sondern durch ein Kapillarrohrsystem, das außerdem dekorativ an der Decke über den Köpfen der beiden Vierbeiner montiert ist. In ihrem Falle kommt das kühle Wasser über den Brunnen der Finca aus der Erde, läuft durch die kleinen blauen Rohre und geht danach in die Garten- und vor allem Weidenbewässerung.

  • Folge: Deutlich weniger Fliegen im Stall
  • weniger Probleme mit Sommerräude
  • weniger Kreislauf- und Allergieprobleme!
  • Und: glückliche Pferde! 

Erst so nach 17.00 Uhr gehen die beiden wieder freiwillig aus ihrem Stall zu einer zweiten Weidenrunde. Denn Pferde, außer den heimischen Andalusiern oder Arabern, halten bekanntermaßen Hitze weniger gut aus als Kälte.

Climatización para cuadras con esteras de tubos capilares

  1. Esteras capilares se extenden bajo el techo de las cuadras 
  2. Agua fria circula en los tubos capilares y lleva el calor sin corrientes de aire y sin problemas con reacciones alérgicas o enfermedades
  3. Agua fria se prepara en un circuito cerrado con una enfriadora de agua o viene directamente de un pozo y sirve despues para riego
  4. Se reducen las problemas con moscas, con la circulación sanguinea o con eczemas
  5. Se genera un ambiente climático natural, que mejora el rendimiento de los caballos

Pony Sascha hat Zahnweh

Pony Sacha tuve dolor de muelas

Heute muss von Raros Begleiterin die Rede sein. Wir merkten schon seit einiger Zeit, dass unser Ponylein so schlecht fraß und würgend hustete: Der Pferde-Zahnarzt musst her! Und der hatte zu schuften: mehrere Riesenhaken, schon seitlich abstehend und ein entzündender Backenzahn, der sich von allein löste. Aber sie brauchte eine Woche, bis sie sich von der Behandlung erholte und nun freudiger denn je das Gras wieder zermalmt!

Pony Sacha necesitó el dentista para caballos, perdió un molar - ¡pero ahora puede comer mucho mejor!


Urlaubs-Trennungsschmerz

Dolor de la separación por viaje


Wer Tiere hat, der kennt das: Man lässt sie ungern allein oder vertraut sie Fremden an. So ist es auch in der Regel bei uns: Mein Mann und ich verreisen fast nie zusammen, sondern abwechselnd und wenn, dann eigentlich nur für circa drei Tage. Man findet ja noch eher Haushüter für Hund und Katze, aber viele Leute haben Angst vor den großen Pferden oder mögen nicht ausmisten etcetera. Abgesehen davon, dass es, findet man jemand Geeigneten, es oft genau so viel kostet wie der gesamte Urlaub.

Doch letztes verlängertes Wochenende zog es uns mal wieder an den alten Wohnsitz in Norddeutschland und wir vertrauten mit Erfolg Raro und Sascha und die Katzen dem José an. Natürlich erfolgt dann jeden Tag ein Kontrollanruf unsererseits: "Wie geht es den Pferden?" Die Katzen sind ja da unabhängiger - aber als wir zurück kamen, da hatten auch sie plötzlich erhöhtes Schmusebedürfnis.

Und wie reagieren unsere Huftierfamilienmitglieder bei Rückkehr?

oben: Wo bleiben sie denn nur?  Raro, esperando su proprietaria- Amigo normalmente es un caballo a quien se guste ser cariñoso, pero en ausencía de su proprietario el se enfada.

  • Also nach diesen nur dreieinhalb Tagen, da guckt Raro bei unserer Rückkehr nur kurz auf vom Fressen, wiehert leise und frisst weiter.
  • Nach einer Woche Abwesenheit von mir, da wiehert er freudig und trompetet laut! Erwartet natürlich Extraportion Möhren wegen des Trennungsschmerzes.
  • Nach zwei Wochen, was schon mal passierte aufgrund beruflicher  Verpflichtungen, da dreht er mir doch glatt demonstrativ den Hintern zu und geht erst zu meinem Mann, der ihn ja die zwei Wochen über pflegte! Es dauert dann bis zum übernächsten Tag, bis er mich wieder normal beachtet und den Kopf an meiner Schulter reibt.

Gut zu verstehen, dieses "Pferdisch", nicht wahr? Das tut mir schon in der Seele weh, denn wie erklärt man halt dem Tier vorher - was ich dennoch umständlich versuche -, dass man weg sein wird, aber wieder kommt? Ja, das merkt es erst hinterher.

Übrigens: Als mein Mann einmal bei seinem Pferd Amigo (normalerweise eine richtige "Schmusebacke"- siehe Foto oben rechts) 3 Wochen lang weg war, da warf der ihn beim ersten Reiten danach wütend und beleidigt ab, indem er dreimal seitlich abwechselnd buckelte - ungelogen! Die ersten zwei Mal saß Reinhard das noch aus, aber mit dem dritten Mal hatte er nicht gerechnet. Die "tierische" Quittung für langes Wegbleiben. So lange Abwesenheit haben wir seitdem auch nie mehr praktiziert! 

Raro tiene esas costumbres despues nuestra vuelta por mi ausencia:

  • Despues 3 dias: no se molesta, lo que más importe que tiene su comida.
  • Despues una semana: el relincha con alegría, esperando una ración extra de zanahorias.
  • despues 2 semanas: ¡ El vuelve el culo hacia mi y solo presta atención a mi desde el segundo dia!

Gute Nachbarschaft! - ¡Buenos vecinos!

- pflegt Raro auch über den Zaun hinweg zu einer Stute und einem Muli! So bilden sie eine kleine Herde. Pony Sascha hat sich einen anderen Schattenplatz gesucht inzwischen.

Buenos compañeros son Raro y una hegua y un mulo del vecino Salvador.


Zeckenalarm! - ¡Atencion-Garrapatas!

Oh nein! Heute die ersten 2 Zecken bei Raro gerade so am Hochklettern an seinen HInterbeinen gehindert, ebenso beim Pony Sascha eine in der Mähne und bei Kater Pirata direkt zwei herausgepult! Es ist wieder Zeckenzeit! Auch hier bei uns im Süden, in Andalusien! Hier beobachtet man zwar nicht die gefürchtete Borreliose, die Raro (genau geschildert im Buch) gerade so überstanden hat im Kölner Raum, sondern die Pyroplasmose, auch leger "Tickfieber" genannt. 

Aber auch sie ist gefährlich, weil die böse Zecke Gift ins Blut schickt. So erzählt man sich  hier bei uns, dass mal vor Jahren in Sotogrande über 30 frisch importierte Poloponys aus Argentinien daran eingingen, bevor man die Ursache erkannte! Wenn also - Mensch wie Tier - im Sommer plötzlich hohes Fieber so um mindestens 39 Grad kriegen, dann dies nicht auf die leichte Schulter nehmen und für eine Sommergrippe halten. Als einziges hilf dann nur ein Breitbandantibiotikum sicherheitshalber, bis die komplizierte Labor-Analyse oft zu spät dies bestätigen kann.

Ideale Vorbeugung gibt es nicht

Und während es für Hund und Katze Mittelchen zur Vorbeugung gibt, auch Zeckenhalsbänder, habe ich das mal bei Raro probiert hinten am Schweif: hat er natürlich sofort verloren. Als einziges hilft unter uns: alle 14 Tage die gefährdeten Stellen wie Hinterbeine, unter dem Schweif, unter dem Bauch und in den Fesseln, mit Frontline einsprühen. Im Internet und bei der Firma selbst wird dies nur für Hunde und Katzen empfohlen, aber da es noch keine Impfung für Mensch wie Pferd dagegen gibt, behelfen wir Pferdefreunde uns damit und mit der täglichen Kontrolle nach dem Weidegang! Außerdem Echinacea zur Stärkung der Immunabwehr geben.

¡ Garrapatas!  ¡ Alarma! Hoy encontré 2 garrapatas en los pies de Raro, uno en las crines de pony y dos en el gato "Pirata". El unico que sirve para caballos es un spray de Frontline y controllo cotidianamente despues la salida de pradera. 


Raro hat Geburtstag!

¡Raro cumple 31 años!


RARO es un fenómeno con sus 31 años! Parece más 3 con nosotros = 93(!)

años. El sirve de modelo para la tercera edad: ¡ Lo importante es una

buena comida, un(a) compañer(o)a y todas las cosas a hacer más tranquilo!


Raros Geburtstag feiern wir am 24. März, meinem Namenstag (also früher, bis der Vatikan unsere Erzengelnamensgeber auf September verschoben hat, weil die 365 Tage nicht mehr ausreichen für alle Heiligen!). Ich und Raro feiern aber weiter am 24.3. Also wann eigentlich Raros genauer Geburts-Tag ist, weiß man nicht so genau, weil er ja vorm Schlachter gerettet wurde, und so nahmen wir einfach denselben wie den von seinem Kameraden AMIGO mit an, der ja 1a-Papiere hatte. Fohlen werden ja sowieso meistens im Frühling geboren.

Nun 31 Pferdejahre!

Ja, 31 wird Raro dieses Jahr und das weiß man schon, dass sein Geburtsjahr 1985 ist, das konnte man ja damals an den Zähnen ablesen, als er in den Westen kam. Und das bedeutet im Vergleich zu Menschenjahren, dass er nun bereits circa 93 (!) Jahre auf dem Buckel hat! Das sieht man ihm beileibe nicht an! Gidrans sind eben eine zähe Steppenrasse. Klar, wenn er in der Frühe aus dem Stall kommt, dann geht er schon die ersten Schritte etwas steifer, er geht auch alles etwas langsamer an, macht Pausen beim Hinaufschreiten zum Hügel, vermeidet auch Galopp, da er im Alter nach einer Borreliose-Erkrankung  in den 90er Jahren nun im Alter schneller unter Atemwegsbeschwerden leidet. Reiten kann man ihn deswegen seit Jahren auch nicht mehr, aber das ist für uns beide kein Verlust (wenn ich an meine Stürze denke, die ich im Buch auch schildere - also nur die spektakulärsten).

Aber RARO ist immer guter Dinge, Hauptsache, das Futter stimmt und sein Ponychen als Begleitung ist bei ihm! Ja, von Raro kann man lernen, wie man zufrieden und genussvoll alt wird! Inzwischen kommen schon die spanischen Nachbarn, um dieses Phänomen Raro zu bestaunen!

p.s. Zum Geburtstag gibt es natürlich jede Menge Extra-Möhren



Raro, das Wachpferd

Raro, el caballo guardián


RARO ist auch so ein Sensibelchen! Und er passt auf wie ein Wachhund! So regte er sich heute auf über den Riesen-LKW in gelb-rot, der unsere Bioklärgrube mal wieder entleeren musste! Entweder gefielt ihm die Farbe nicht oder der Krach, den der machte: Er wieherte den öfters protestartig an! Und zwar so, dass er sogar das Fressen vergaß und in Atemnot geriet!

Immer noch Fellwechsel

Zur Zeit hat er da manchmal Probleme, aber eine Blutuntersuchung in unserer nahen Pferdeklinik ergab alles normale Werte und keine neue Allergie, die er übrigens gegen Weizen, Alfalfa (nach Tierarztmeinung sowieso eher ein Kuhfutter) und wie ich gegen Staub hat. Ist wohl immer noch der noch nicht abgeschlossene Fellwechsel und die herum fliegenden Härchen Aber das haben wir bald überstanden, nun kommt langsam seine hellere Sommerfarbe durch!

Raro passt sehr auf: Was macht dieser fremde LKW auf dem Grund?

Raro tiene mucho cuidado con la finca como un perro guardián! Hoy no le gustó un gran camión de limpieza de foza séptica.



Kostproben aus "Raro, das europäische Wunderpferd" gab es bei meiner jüngsten Autorenlesung am 10. März 2016 im Hapimag Resort Marbella am Paseo Maritimo. Das Rarobuch kam sehr gut an und war nebem dem Dauerseller "Mein andalusischer Gärtner" das begehreste Buch mit Widmung (von mir, leider nicht von Raro!). Es gab sogar kleine Möhrenspenden für ihn: Ergab zwei große Säcke seiner Lieblingsnahrung!

Nach der langen Lesenacht am 26. Febuar 2016 in Marbella habe ich doch glatt verschlafen! Und so erhielten die Tiere erst eine Stunde später (!) Ihr Frühstück. Wenn ich eine Viertelstunde später dran bin, dann wiehert Raro schon ungeduldig - jetzt nach einer Stunde war er sichtlich froh, dass ich überhaupt noch kam! Ach, was sind die Pferde manchmal geduldig mit uns!

Die Lesung im Nueva Kaskada kam sehr gut an und Raros Buch verkaufte sich auch flott! Manche rundeten den Kaufpreis auf und Gaben etwas Trinkgeld für Raro! Damit kriegt er einen Extra-Möhrensack von 5 Kilos. Das habe ich ihm auch erzählt - und er hörte aufmerksam zu, ehrlich!

Gran éxito tuve con las lecturas en Restaurante Nueva Kaskada y el Hotel Hapimag en Marbella. ¡Unas de visitantes dieron una propina extra para Raro y sus zanahorias! 


Fellwechsel

Cambio de pelaje despues el invierno y verano

Raro y Sascha cambian sus pieles ya. Depende de horas de sol no de temperaturas. Tengo que cepillar sus pelos cada dia y ¡guardar la dirección del viento!

Raro und Pony Sascha befinden sich mitten im Fellwechsel. Wie man ja weiß, wechseln Pferde zweimal im Jahr ihr Fell, im Herbst legen sie sich das längere und dichtere Winterfell mit Behaarung an den Beinen zu, im Frühjahr werfen sie es peu a peu ab und stehen dann kahler im Sommer da. In der Zeit  sind sie auch empfindlicher, die Immunabwehr wird dann mehr strapaziert.

Raro, das ungarische Steppenpferd, kann sogar ungelogen noch einmal zusätzlich eine dichte Fellschicht zulegen, wenn die Winter besonders kalt werden, das zeigte sich in Deutschland auffällig. Hier in Spanien macht er das nicht. Aber andere Besonderheit: Im Winter ist er, der Rotfuchs, viel röter im Fell, im Sommer geht das gegen gelblich, "sauro", wie ein italienischer Pferdefreund das nannte.

Nun heißt es für mich, mindestens zweimal am Tag ihn und Sascha abbürsteln, wobei zur Zeit viel Wind herrscht bei uns, da darf ich nicht aus Versehen gegen den Wind stehen dabei! Raro zum Beispiel genießt das aber sehr, ist dabei multitaskingfähig, hört etwa das Fressen bei der Körperpflege nicht auf. Im Gegensatz zu Sascha, die alles unterbricht und dann still hält. Sascha als Shetlandpony ist übrigens in der Beziehung, also besonders, was die Sommer angeht, die nicht so geeignete Rasse, ist immer viel zu dicht behaart und mit dicker Mähne. Aber okay, man kann ja sagen, was gut isoliert gegen Kälte ist auch gut gegen Hitze und umgekehrt. 



Vorsicht Pilgerraupen!

¡ Atención a las orugas!



Seit ein paar Wochen sind die gefährlichen Pilgerraupen wieder unterwegs! Dieses Jahr aufgrund des warmen Winters etwas früher. Diese Raupen sind lebensgefährlich! Sie schlängeln sich hintereinander verbunden über den Boden und den Baum hinauf, deshalb der Name. Eine faszinierende Erscheinung, aber wer sie berührt oder sie sich nur näher ansehen will und dabei auch noch gegen den Wind steht, der riskiert einen schlimmen  Ausschlag, zeitweise Blindheit,  Atemprobleme oder gar einen anaphylaktischen Schock bis zum  Keislaufkollaps.Die Raupe schützt sich nämlich vor Gefahr und Angriffen, indem ihre je 60.000 weißen Härchen ein Gift enthalten. So wehren sie sich bis zum Zeitpunkt der Verpuppung. Mit dieser Gefahr müssen wir nun etwa zwei Monate lang nach dem Sichten der ersten Raupen rechnen. Haustiere, die gern neugierig alles beschnüffeln und Kleinkinder sind besonders gefährdet.

Gestern fand ich eine tote Raupe in der Pferdetränke! Mit José, unserem Angestellten, haben wir auch einen "Pilgerzug" in der Nähe der Tränke verbrennen müssen - die einzige Möglichkeit. Tierschützer sich bitte nicht aufregen: Nach der Entpuppung entstehen keine schönen Schmetterlinge etwa, sondern gefräßige Motten.


¡Atención! Las peligrosas orugas ya en el camino! Muy peligrosas para nuestros animales y para nosotros también. Tenemos que evitar a tocarles o inhalar sus pelillos.